From the magazine forumpoenale Numéro 4/2009 | p. 243-247 The following page is 243

Staatliche Passivität gegenüber strafbarem Verhalten – Grundlage für einen Verbotsirrtum oder für eine Strafminderung?

I. Sachverhalt und rechtliche Streitfrage

Herr X gründete anfangs 2001 mit einem Mitgesellschafter eine GmbH. Nach Eröffnung eines Shops in der Stadt Luzern verkauften sie während drei Jahren überwiegend Duftsäckchen, gefüllt mit getrockneten Hanfblüten. Die GmbH beschäftigte für das Abpacken den Verkauf und von Dufthanf mehrere Angestellte. In drei Jahren wurde ein Umsatz von nahezu CHF 3 Mio. erzielt. Herr X (bzw. die GmbH) bezahlte den Angestellten angemessene Löhne, worauf die Sozialabgaben entrichtet wurden. Die Mehrwertsteuer wurde korrekt abgeliefert. Sämtliche weiteren Steuern der juristischen Person sowie der Gesellschafter (für ihre Lohnbezüge) wurden Aus der Zeitschriftforumpoenale 4/2009 | p. 243–247 Es folgt Seite № 244jeweils pünktlich und korrekt bezahlt. Die Aktivitäten des stadtbekannten Verkaufslokals waren der Polizei von Anfang an bekannt. In den drei Jahren wurden über CHF 120000 in die Werbung investiert. Das Verkaufslokal…

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