From the magazine forumpoenale Numéro 5/2014 | p. 288-292 The following page is 288

Das Bundesgericht beschränkt die reformatio in peius

I. Einleitung

Am 26.9.2013 fanden die zwei einzigen öffentlichen Urteilsberatungen der strafrechtlichen Abteilung im vergangenen Jahr statt. Beraten wurden ein Fall zur Entschädigung der amtlichen Verteidigung1 sowie ein Fall betreffend Umfang der reformatio in peius nach neuem Recht.2 Letzterer wurde mittlerweile in BGE 139 IV 282 amtlich publiziert3 und soll nachfolgend näher betrachtet werden. Dem Entscheid lag im Wesentlichen folgender Sachverhalt zugrunde:

Der Beschwerdeführer nahm als Mitglied einer Bande über einen Zeitraum von 12 Monaten unter anderem an insgesamt sechs Einbruchdiebstählen teil. Das Kollegialgericht Oberaargau-Emmental sprach ihn in fünf Fällen des bandenmässigen Einbruchdiebstahls in Mittäterschaft schuldig, in einem Fall qualifizierte das Kollegialgericht das Handeln des Beschwerdeführers als Gehilfenschaft. Der Beschwerdeführer meldete dagegen Berufung an und gelangte ans Berner Obergericht. Staatsanwaltschaft und Privatkläger verzichteten auf eine…

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