From the magazine forumpoenale Heft Nr. 3/2012 | S. 175-180 The following page is 175

Antennensuchlauf im Rahmen einer Rasterfahndung1

I. Einleitung

In BGE 137 IV 340 hat das Bundesgericht gemäss Regeste die «Voraussetzungen für die Zulässigkeit eines Antennensuchlaufs im Rahmen einer strafprozessualen Rasterfahndung gegen noch unbekannte Täterschaft» definiert. Dahinter verbergen sich Fragen grundsätzlicher Natur, zumal die Strafprozessordnung die Begriffe des Antennensuchlaufs2 und der Rasterfahndung nicht kennt. Zudem war die Zulässigkeit des Antennensuchlaufs seit je umstritten.3 Um die wesentlichsten Rechtsfragen erfassen zu können ist es unerlässlich, sich nach der Kurzdarstellung des Entscheids mit den relevanten Begriffen auseinanderzusetzen.

II. Übersicht über BGE 137 IV 340

1. Sachverhalt

Der Sachverhalt, der dem besprochenen Entscheid zugrunde liegt, kann vereinfacht so zusammengefasst werden, dass den Strafverfolgern drei Raubüberfälle bekannt waren, die nach einem ähnlichen Muster wurden. Die Delikte fanden an drei verschiedenen Orten in drei verschiedenen Kantonen zu drei verschiedenen…

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