From the magazine forumpoenale Numéro 3/2020 | p. 228-234 The following page is 228

Die Erstellung eines DNA-Profils im Hinblick auf allfällige künftige Straftaten

Besprechung von BGE 145 IV 263

I. Einleitung

Im nachfolgend zu besprechenden Entscheid BGE 145 IV 2631 geht es um die strittige Frage, inwiefern die Erstellung eines DNA-Profils angeordnet werden kann, obwohl ein solches zur Aufklärung desjenigen Delikts, das Gegenstand des aktuellen Strafverfahrens bildet (Anlassdelikt), nicht nötig ist, sondern zum Zweck der künftigen Erkennung des Beschuldigten, sollte er dereinst rückfällig werden.

1. Prozessgeschichte

Im zu besprechenden Entscheid führt die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat ein Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer wegen Drohung, Sachbeschädigung, einfache Körperverletzung und eventuell Hausfriedensbruch. Dies, weil er am 15. Januar 2018 beim Verlassen einer Arztpraxis mit einem Brecheisen die Eingangstüre aus Glas, einen Blumentopf und die Dachrinne beschädigt haben soll. Zuvor soll er zudem den Arzt und dessen Mitarbeiter bedroht haben. Der Arzt habe durch Glassplitter oberflächliche Schnittwunden erlitten. Deshalb verfügte die Staatsanwaltschaft am 9…

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