From the magazine forumpoenale Numéro 1/2013 | p. 51-54 The following page is 51

Ungenügende Verteidigung und die Folgen – Streiflichter zur neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung

I. Zum Anspruch auf effektive Verteidigung; Voraussetzungen für einen Verteidigerwechsel

Die beschuldigte Person hat nicht nur einen grundrechtlichen1 Anspruch auf jederzeitigen Beizug einer selbst gewählten anwaltlichen Verteidigung bzw. unter bestimmten Voraussetzungen (namentlich bei notwendiger Verteidigung) auf Bestellung einer amtlichen Verteidigung, sondern auch auf eine wirksame, d.h. effiziente Wahrnehmung ihrer Parteiinteressen. In der Schweizerischen StPO finden diese Grundsätze ihren Niederschlag in den Art. 127 ff. Hinsichtlich der Frage, wann Anspruch auf Wechsel der amtlichen2 Verteidigung besteht, bestimmt Art. 134 Abs 2 StPO, ein solcher habe stattzufinden, wenn das Vertrauensverhältnis mit der beschuldigten Person erheblich gestört oder eine wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet ist. Im Schrifttum zur StPO wird darauf hingewiesen, dass diese Regelung für einen Wechsel der amtlichen Verteidigung über die bisherige bundesgerichtliche…

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