From the magazine forumpoenale 6/2015 | S. 351-356 The following page is 351

Gestärkte Position der Privatklägerschaft im Strafbefehlsverfahren – Anmerkungen zu BGer 6B_188/2015 vom 30. Juni 20151

I. Vorbemerkungen

Die Privatklägerschaft tritt im Vorverfahren neben der beschuldigten Person als Partei auf, dies mit allen damit verbundenen Rechten. Gerade aber im in der Praxis in grosser Anzahl anzutreffenden Strafbefehlsverfahren scheinen die Möglichkeiten der Privatkläger aktiv auf den Entscheid Einfluss zu nehmen auf den ersten Blick eingeschränkt. Der Umfang der Rechte der Privatkläger,2 die sich am Verfahren beteiligen wollen, ist jedoch im Strafbefehlsverfahren (noch) nicht vollständig geklärt. Diese Problematik widerspiegelt sich in der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts, welches sich wiederholt mit Fragen rund um die Rechte der Privatklägerschaft im Strafbefehlsverfahren zu beschäftigen hat, sei es im Zusammenhang mit den Entschädigungsfolgen oder wie im neusten Entscheid BGer 6B_188/2015 vom 30.6.2015 mit der Legitimation zur Einsprache gegen den Strafbefehl.

II. Ausgangslage

Im zur Publikation vorgesehenen Entscheid des Bundesgerichtes 6B_188/2015 vom 30.6…

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